„Der medizinische Fortschritt ermöglicht immer schonendere Eingriffstechniken, sodass unter anderem Patientinnen und Patienten frühzeitiger Mobilität erlangen. Darüber hinaus ist es großartig, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NÖ Kliniken die Prozesse stets in Richtung Patientenfreundlichkeit weiterentwickeln“, betont Landesrat DI Ludwig Schleritzko.
Bei einer Herzkatheteruntersuchung, auch Koronarangiographie genannt, können Gefäßverengungen, -verschlüsse und -anomalien festgestellt und gleich während der Untersuchung aufgeweitet, gedehnt und mit einem Stent versehen werden. Dafür bringen die behandelnden kardiologischen Fachärztinnen und -ärzte dünne Kunststoffschläuche (sogenannte Katheter) über die Leiste oder den Arm im Gefäßsystem ein und können mit Hilfe von Kontrastmittel und Röntgenstrahlen das Gefäß bzw. etwaige Gefäßverengungen optisch darstellen. Andererseits kann ein Gefäßverschluss, wie es beim Herzinfarkt der Fall ist, direkt erfolgreich therapiert werden, ganz ohne invasive Operation mit Narkose. Infolge des für Patientinnen und Patienten schonenden Eingriffs sind die Herzkranzgefäße wieder „durchgängig“ und das Herz selbst kann wieder mit Blut und Sauerstoff versorgt werden.
„In Zukunft wird die Herzkatheteruntersuchung im LK Waidhofen/Ybbs für Patientinnen und Patienten noch komfortabler, denn sofern keine Ausschlusskriterien vorliegen, kann die Koronarangiographie ab Mai tagesklinisch durchgeführt werden“, informiert die Stationsleiterin des Herzkatheterlabors DGKP Maria Trümel.
„Der/die Patient/in kommt zu einer vereinbarten Voruntersuchung, wo ein ausführliches Aufklärungsgespräch durchgeführt wird. Am Tag des Eingriffes selbst kommt man in der Früh ins Klinikum und kann, wenn alles nach Plan verlaufen ist und man sich wohl fühlt, am selben Tag wieder entlassen werden und sich zu Hause in der gewohnten Umgebung erholen. Bei medizinischem Bedarf, kann man aber auch stationär bleiben“, erklärt der leitende Kardiologe Prim. Dr. Simon Papai, der mit seinem Team im LK Waidhofen/Ybbs jährlich ca. 1400 Koronarangiographien durchführt und sich über den erfolgreichen ersten tagesklinischen Eingriff bei Richard Wöginger freut. „Ich bin um 6 Uhr früh gekommen, vormittags wurden meine Herzkranzgefäße mit einem Katheter über meinen Arm analysiert und bereits unmittelbar nach dem Eingriff geht es mir gut und ich freue mich dann schon wieder auf zu Hause“, schildert Patient Richard Wöginger direkt nach seiner Koronarangiographie.
BILDTEXT
Bild 1: Richard Wöginger (3.v.l.) mit dem pflegerischen und ärztlichen Team unmittelbar nach seiner tagesklinischen Koronarangiographie
v.l.n.r.: DGKP Maria Trümel (Stationsleiterin Herzkatheterlabor), OÄ Dr. Julia Zachhuber (Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie), Patient Richard Wöginger, Prim. Dr. Simon Papai (Leiter Innere Medizin mit Kardiologie), DGKP Gregor Baumgarten und DGKP Florian Schwarenthorer (beide Pflegeteam Herzkatheterlabor)
Bild 2: OÄ Dr.Julia Zachhuber führte gemeinsam mit Gregor Baumgarten die erste tagesklinische Koronarangiographie bei Richard Wöginger durch
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