Fachschwerpunkt Augenheilkunde

Herzlich willkommen am Fachschwerpunkt für Augenheilkunde des LK Waidhofen an der Ybbs!

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

Unser Team ist täglich bemüht das Angebot für unsere Patientinnen und Patienten durch modernste medizinische Erkenntnisse und Technik zu optimieren und so die bestmöglichen Ergebnisse und die größte Zufriedenheit zu erzielen. 

Der Fachschwerpunkt Augenheilkunde des LK Waidhofen/Ybbs versorgt den südwestlichen Raum Niederösterreichs (Amstetten, Melk, Scheibbs, Waidhofen/Ybbs) und wird auch von den angrenzenden Bundesländern rege genutzt.

Unsere Schwerpunkte sind: Katarakt-Chirurgie und Lid-Chirurgie sowie die konservative Therapie von Makula- und Netzhaut-Erkrankungen

Entsprechend den Kriterien eines Fachschwerpunktes ist von Montag bis Freitag die tägliche Anwesenheit einer/s augenärztlichen Fachärztin/-arztes und eine dementsprechende Versorgung der Patientinnen und Patienten gewährleistet. Bitte beachten Sie aber, dass am Wochenende keine Fachärztin bzw. kein Facharzt für Augenheilkunde im Haus ist.

Die Untersuchung und Behandlung erfolgt ausschließlich über eine augenfachärztliche Zuweisung und unter Vorlage von entsprechenden augenfachärztlichen Vorbefunden. Mit dieser Vorgabe möchten wir die Qualität der Versorgung und die Effizienz hochhalten. Wir bitten auch um vorherige Terminvereinbarung (Tel. 07442/9004-22710).

Augenerkrankungen

Katarakt (Grauer Star)

Der Graue Star oder Katarakt macht bei vielen Patientinnen und Patienten ein Schleier- und Grausehen, welches mit der Zeit immer intensiver wird. Dieser Prozess geht oft mit Blendungsempfindlichkeit aber auch einem erhöhten Lichtbedarf einher. Wenn das Sehen deutlich abnimmt und die o.g. Beschwerden auftreten, ist eine Katarakt Operation die empfohlene Behandlung.

Vor der Augenoperation werden alle Abschnitte des Auges an der Spaltlampe und anderen Geräten, mit dem Zweck die Eignung des Auges für die Operation festzustellen, untersucht.

Für die möglichst genaue Berechnung der Intraokularlinse (IOL), welche im Zuge der Operation anstatt der trüben Linse in das Auge eingepflanzt wird, wird das Auge mit der Biometrie vorab vermessen, damit die Sehschärfe nach der Operation möglichst optimal ist.
 

Liderkrankungen

Die Funktion der menschlichen Augenlider ist der Schutz und die Pflege der Augen. Das voranschreitende Alter, Erkrankungen oder manchmal auch Verletzungen können jedoch die Lider in ihrer Funktion beeinträchtigen.

Die Beschwerden der Lider reichen von Sehbehinderung und Fremdkörpergefühl bis zu schmerzhaften entzündlichen Prozessen.
Neben der Schutzfunktion und der Benetzung der Augenoberfläche hat die Stellung und Form der Lider eine hohe kosmetische Bedeutung. Ein „müder Blick“ beispielsweise kann häufig schlicht an einem trockenen Auge oder der Lidstellung liegen. Wenn ernsthafte Liderkrankungen ausgeschlossen werden können, lassen sich ästhetisch störende Veränderungen des Lides oder der Lidrandbereiche auch operativ korrigieren.

Voraussetzung dafür ist aber eine ausführliche augenärztliche Untersuchung, Beratung und die Abwägung der Risiken des Eingriffs.
 

Makuladegeneration

Die Makuladegeneration ist eine Erkrankung, die die Netzhaut im hinteren Bereich des Auges - an der Makula (gelber Punkt) - angreift. Die Makula sorgt dafür, dass wir scharf sehen können. Im Verlauf der Krankheit kommt es zu einem fortschreitenden Sehverlust im zentralen Gesichtsfeld. Das periphere Gesichtsfeld bleibt erhalten.

Die weitaus häufigste Form ist die altersbedingte Makuladegeneration (AMD). Erste Symptome sind eine verschwommene und verzerrte Wahrnehmung im Zentrum des Gesichtsfeldes. Dadurch wird das Lesen, aber auch das Erkennen von Personen immer schwieriger. Die AMD ist in Europa die mit Abstand häufigste Erblindungsursache, wobei allerdings auch bei den schweren Verläufen das periphere Sehen und damit die Orientierung im Raum fast immer erhalten bleibt.

Es wird unterschieden zwischen einer "trockenen" und einer "feuchten" AMD.

Die trockene AMD

Altersabhängige trockene Makuladegeneration

Ca. 85 Prozent aller unter AMD-Leidenden sind von der trockenen Form betroffen. Dabei bildet sich ein Teil der Netzhaut zurück, wird dünner und kann absterben. Die Sehfähigkeit wird durch den Ausfall von Sehzellen schrittweise beeinträchtigt. Zu Beginn einer AMD ist die Sehkraft zunächst nur wenig eingeschränkt. Im fortgeschrittenen Verlauf der Erkrankung wird das zentrale Gesichtsfeld jedoch erheblich beeinträchtigt oder fällt vollständig aus.

Die feuchte AMD

Altersabhängige feuchte Makuladegeneration

Die feuchte Form der AMD entwickelt sich in der Regel aus der trockenen AMD und ist schneller fortschreitend. Bei dieser Form wachsen neue, poröse Blutgefäße aus der Aderhaut unter und in die Netzhaut und lösen Blutungen, Schwellungen und in späten Stadien auch Narbenbildungen aus. Dies kann zu Einschränkungen der Nah- und Weitsicht führen, sodass zum Beispiel Gesichter nicht mehr erkannt werden und alltägliche Handlungen, wie Lesen und Autofahren nicht möglich sind. Diese Form ist zwar seltener, jedoch geht sie mit einem schnell fortschreitenden und irreversiblen Sehverlust einher.

Eine Heilung der Erkrankung ist bis heute nicht möglich. In vielen Fällen kann aber durch eine Therapie, das Fortschreiten gestoppt oder verlangsamt werden. Zerstörte Sehzellen können nicht ersetzt werden, deshalb ermöglicht nur eine frühzeitige Diagnose sowie das rechtzeitige Einleiten von Gegenmaßnahmen die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Da die trockene Form in die feuchte Form übergehen kann, ist einerseits ab dem 55. Lebensjahr eine regelmäßige augenärztliche Netzhautuntersuchung wichtig. Andererseits müssen Warnzeichen wie verzerrtes oder schlechter werdendes zentrales Sehen innerhalb weniger Tage augenärztlich abgeklärt werden.