Handgriffe für den Notfall üben

Realitätsnahes In-House-Simulationstraining auf der Intensivstation im LK Waidhofen/Ybbs

WAIDHOFEN/YBBS – Ärztliches und pflegerisches Team der Intensivstation des LK Waidhofen/Ybbs übte mit einem Simulationspatienten für den Ernstfall. Die medizinische Simulation eines Notfalls verbessert die berufsübergreifende Zusammenarbeit in kritischen Situationen, koordiniert Ablaufprozesse und erhöht die Sicherheit unserer PatientInnen.

Wenn auf der Intensivstation plötzlich die Monitore immer schneller piepsen, schrillen bei den diensthabenden KollegInnen die Alarmglocken. Kündigt sich ein Notfall an? Ab jetzt zählt mitunter jede Sekunde und die Handgriffe müssen sitzen. Um für den Ernstfall bestmöglich gerüstet zu sein, finden in den NÖ Kliniken regelmäßig Simulationstrainings statt, so zuletzt auch im LK Waidhofen/Ybbs.

Auf der Intensivstation fand ein gemeinsames In-House-Simulationstraining statt, bei dem verschiedene Notfallszenarien trainiert wurden, um die Zusammenarbeit der Berufsgruppen zu fördern und die PatientInnensicherheit weiter zu erhöhen. Geschult wurde das pflegerische und ärztliche Personal der Intensivstation vom Team des NÖ Zentrums für medizinische Simulation und Patientensicherheit. „Notfälle bei den vorgegebenen Strukturen direkt vor Ort realitätsnah durchzuspielen, bringt einen besonderen Mehrwert. Wie lange es wirklich dauert, das benötigte Medikament zu verabreichen bzw. wer welche Handgriffe in welchem Ablauf tätigt, zeigt sich erst in solchen Szenarien. Umso besser das Team abgestimmt ist, desto effizienter und effektiver können unsere PatientInnen im Notfall behandelt werden“, freut sich OA Dr. Sebastian Kautzky, MSc DESAIC über das erfolgreiche Notfalltraining.

Auch seitens der Pflege ist das Üben an der „Puppe“ unter wirklich realen Bedingungen absolut sinnvoll: „Man wird in dieser ‚kritischen Situation‘ mit konkret angezeigten variierenden Vitalwerten des Simulationspatienten gemeinsam auf die Probe gestellt und muss richtig auf die Veränderungen, z. B. den Abfall der Sauerstoffsättigung, reagieren. Mithilfe der ergänzenden Videoanalyse werden das Teamverhalten evaluiert und Verbesserungspotenziale abgeleitet. Dieses interprofessionelle Üben ermöglicht Notfallmanagement auf sehr hohem Qualitätsniveau!“, informiert DGKP Romana Obermaier. „Die Rückmeldungen aus dem gesamten Team unserer Intensivstation waren äußerst positiv, alle waren begeistert. Wir wollen derartige Trainings regelmäßig einsetzen und noch auf weitere Berufsgruppen ausdehnen“, ergänzt Intensivstationsleiterin DGKP Eva-Maria Wagner.

 

BILDTEXT
Bild 1 und 2: Realitätsnahes In-House-Simulationstraining auf der Intensivstation im LK Waidhofen/Ybbs

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© LK Waidhofen/Ybbs

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